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„Letztendlich ist die Flucht von der Verletzlichkeit eine Flucht vor dem eigenen Selbst. Wenn wir nicht für eine enge Bindung zu unseren Kindern Sorge tragen, ist letztlich der Verlust ihrer Fähigkeit, an ihrem ureigenen wahren Selbst festzuhalten, der Preis dafür.‟
Gabor und Daniel Maté
Hallo {name},
am Ende des Jahres 2023 schien ein Frieden weiter weg als am Anfang. Gabor und Daniel Matés Buch „Vom Mythos des Normalen. Wie unsere Gesellschaft uns krank macht und traumatisiert – Neue Wege zur Heilung.‟ (erschienen am 24. Mai 2023 im Kösel Verlag), setzt diese Entwickelung in eine größere Perspektive. Wir werden die Essenz der New York Times- und Spiegel-Bestseller versuchen, hier in ein paar Sätzen zusammenzufassen.
Wir Menschen sind am gesündesten, wenn wir in einer Großfamilie oder Nachbarschaft leben, in der emotionale Brüche repariert werden, Kinder sichere Bindung mit ihren Eltern erfahren, generationsübergreifende Kontakte haben und mit anderen Kindern gemischten Alters spielen.
Was wir bei uns heutzutage als normal erfahren, sind Kindern in kleinen, isolierten Familien, in denen Eltern oft überfordert und emotional uneingestimmt sind, und Kontakte der Kinder sich hauptsächlich auf Gleichaltrige beschränken.
Als treibende Kraft sehen Gabor und Daniel Maté die Herrschaft des globalisierten Kapitalismus. Dies führt zu mehr Trennung, Fragmentierung und einer Zunahme an Möglichkeiten zu Ablenkung und Sucht. Mehr Trennung führt zu weniger Zugang zu verletzlichen Gefühlen, zu mehr Scham und Beschämung, mehr körperlichen und seelischen Krankheiten, mehr Bedarf nach Ablenkung und sie macht uns anfälliger für Sucht. Mehr Krankheiten, Bedarf nach Ablenkung und Sucht fördert wieder mehr Kapitalismus.
Berührend im Buch ist die persönliche Geschichte von einem Mann, der sowohl vor den Nazis als auch vor den Kommunisten fliehen musste und seine vermeidende Überlebensstrategie erst durch seine Frau Rae hinter sich lassen konnte.
„Für meine liebste Rae, die Gefährtin meines Lebens, die mich verstanden hat, bevor ich mich selbst verstehen konnte, und die alles an mir geliebt hat, bevor ich mich überhaupt selbst lieben konnte. Ohne sie gäbe es keine meiner Arbeiten.‟
Gabor Maté
Was haben wir aus diesem Buch gelernt? Zum Ersten, dass wir eine gesellschaftliche Neujustierung benötigen. Unsere Gesellschaft muss, um wieder vital zu werden, Raum für Eltern und Familien schaffen. Zum Zweiten, wie wichtig die emotionsfokussierte bindungsbasierte Therapie (EFT) eigentlich ist. Es ermöglicht Paaren, Familien und Einzelpersonen wieder zu Verbundenheit und Verletzlichkeit zurückzufinden. EFT gibt Hoffnung.
„Vom Mythos des Normalen‟ ist sehr lesenswert, es platziert unsere und Sue Johnsons Arbeit in einen größeren, sinnstiftenden Kontext. Wir können es von Herzen empfehlen. |